Stressmanagement

Im eigentlichen Sinne ist Stress eine ganz normale, körperliche Reaktion auf eine Herausforderung. In einem angemessenen Rahmen wirkt sich Stress positiv auf unser Leben aus, durch eine Herausforderung wird der menschliche Körper gefordert, so dass das Leben nicht langweilig wird. Erlebt der Körper zu wenig Stress, wird er kraftlos und verkümmert. Nehmen die körperlichen Beanspruchungen jedoch Überhand, befindet sich der Körper in ständiger Alarmbereitschaft.

Für das Wohlbefinden spielt der Ausgleich zwischen der Anspannung und der Entspannung eine große Rolle. Nach einer stressigen Zeit sollten dem Körper immer wieder Zeiten der Ruhe und Entspannung gegönnt werden. Leider funktioniert dieser Ausgleich bei sehr vielen Menschen nicht mehr. Sowohl im Arbeitsleben, als auch im Privatleben treffen derartig viele Stressfaktoren zusammen, dass sich viele Menschen nicht mehr richtig erholen können. Unterschiedliche Faktoren wie Reizüberflutung, finanzielle Ängste, Leistungsdruck und Angst vor beruflichem Versagen, können zu übermäßigem Stress führen. Der Stresspegel kann bei jedem Menschen verschieden hoch angesetzt sein.

Belastungen, die für den einen noch völlig im Rahmen liegen, können für den Nächsten schon unerträglich hoch sein. Wichtig ist, dass jeder Mensch seine persönliche Grenze erkennt. Ist diese Grenze erreicht, wird es Zeit, seinem Körper wieder etwas Ruhe zu schenken. Innerhalb der nächsten Jahre ist es zu erwarten, dass die beruflichen Anforderungen wachsen und durch einen Abbau von Arbeitsstellen eher noch mehr zu erledigende Tätigkeiten von einer Person zu erledigen sind. In Zeiten enormer Herausforderungen ist es wichtig, dass man lernt, richtig mit Stress umzugehen und eine Methode zum Stressabbau für sich zu finden. Phasen, in denen eine vermehrte Leistung gefordert wird, können das Wohlbefinden beeinträchtigen und zu Schlafstörungen und verschiedenen Krankheiten führen. Die Branche der Entspannungstherapie boomt nicht ohne Grund. Überall werden Entspannungsseminare und Yoga-Kurse angeboten, die von den Teilnehmern meist teuer bezahlt werden müssen. Wer erkannt hat, wie man Stresssituationen vermeidet oder damit umgeht, kann sich den Weg zu einem der diversen Seminare sparen.

So können Stresssituationen vermieden werden:

Als Erstes müssen wir lernen, Stressfaktoren in unserem Leben zu erkennen. Hierzu ist es wichtig, ein Augenmerk auf das eigene Verhalten zu haben. Normalerweise bemerken wir in einer Stresssituation ein verändertes Verhalten wie beispielsweise eine zunehmende Gereiztheit, Unruhe und Hektik. Der zweite Schritt ist, dass man versucht, den Stress möglichst zu reduzieren. Dieser Schritt ist leider oftmals nicht so einfach, besonders für Menschen, die im Berufsleben sehr gefordert werden. Im Privatleben ist die Stressreduktion jedoch ohne Weiteres möglich, wenn man sich klare Grenzen setzt und nötigenfalls auch einmal „nein“ sagt. Um einen ungestörten Tag am Wochenende auf dem Sofa verbringen zu können, kann auch getrost einmal das Telefon ausgeschaltet werden.

Hat man einmal keine Lust, seine Freunde am Abend zu treffen, dürfte es auch kein Problem sein, abzusagen. Jeder wird verstehen, dass einfach etwas Ruhe benötigt wird, denn Phasen der psychischen Überlastung hat wohl jeder Mensch schon durchgemacht.

Der dritte Schritt, um Stresssituationen zu vermeiden ist, dass jeder Mensch für sich eine Methode entwickelt, um den Stress abzubauen. Menschen, die den ganzen Tag im Büro am Computer sitzen müssen, empfinden ausgleichende sportliche Betätigung als angenehm, um Stress wieder los zu werden. Der vierte Schritt ist, dass wir lernen müssen, wie man Stress vorbeugt. Je vertrauter wir mit den Mechanismen von Stress umgehen können, desto leichter kann man ihn auch bewältigen. Wichtig ist, dass man versucht, möglichst ruhig und gelassen an die Arbeit zu gehen. Wer schon morgens völlig genervt und gestresst bei seiner Arbeit auftaucht, kann sich schon im Vorfeld denken, dass der Tag eine Katastrophe wird.

Ein bisschen Gelassenheit zur rechten Zeit hat noch Niemandem geschadet. Unangenehmen Situationen sollte man jedoch keinesfalls aus dem Wege gehen, denn in den meisten Fällen, schafft dieser Weg zu einem späteren Zeitpunkt noch mehr Stress als zuvor. Treten beispielsweise finanzielle Probleme auf, ist es meist günstiger, daran zu arbeiten und mit den Gläubigern im Gespräch zu bleiben. Wer sich nicht um seine Gesamtsituation kümmert, steht irgendwann vor einem unendlich hohen Berg, der unüberwindbar erscheint.

Auch die gesamte Einstellung zum Stress spielt eine große Rolle. Mit einer positiven Grundeinstellung lassen sich schwierige Situationen deutlich besser meistern, als mit einer Negativ-Einstellung. Wer unter Schlafstörungen leidet, sollte hier mit einem pflanzlichen Beruhigungsmittel Abhilfe schaffen, sonst gerät die gestresste Person in einen Teufelskreis. Ohne einen erholsamen Schlag reagieren gestresste Menschen nur noch gereizter und die ganze Situation könnte bald eskalieren.