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Rasur - Gründe für eine Ganzkörperrasur

In einigen Kulturen gilt die Ganzkörperrasur als selbstverständlich, vor allem auch bei Frauen. Besonders in islamisch geprägten Ländern rasieren sich die Menschen aus hygienischen Gründen.

Was für Frauen schon seit Jahrzehnten als selbstverständlich gilt, machen ihnen jetzt die Herren der Schöpfung nach. Tragen Frauen im Sommer einen kurzen Rock und ein knappes Oberteil, würde jeder Mann die Nase rümpfen, wenn sie ihren Wildwuchs gnadenlos der Öffentlichkeit präsentiert. Genauso sieht es mit der Bikinizone aus, wer im Sommer am Strand seine Bikinizone unrasiert zur Schau stellt, wird gleich von seinen Mitmenschen mitleidig belächelt. Mittlerweile rasieren sich Männer nicht nur im Gesicht, auch Brust, Beine und Lenden stehen auf dem Programm. Diese Prozedur hat jedoch meist keinen hygienischen Hintergrund, sondern sie erfolgt eher aus ästhetischen Gründen. Was männliche Models in Zeitschriften und auf dem Laufsteg vormachen, wird heute auch von „normalen“ Männern als ästhetisch und sexy empfunden.

Bei Hochleistungssportlern gilt die Ganzkörperrasur schon seit vielen Jahren als absolutes Muss, da sich der Wasserwiderstand durch die fehlenden Haare minimal verringert. So können Sekundenbruchteile den Teilnehmern zum Sieg verhelfen. Profi-Radsportler rasieren sich wiederum meist nur die Beine, um bei einem Straßensturz verursachte Verletzungen besser behandeln lassen zu können. Wunden verkleben somit nicht mit den Beinhaaren, können leichter desinfiziert und versorgt werden. Kommt es zu Schnittverletzungen, können diese direkt durch eine Naht verschlossen werden.

Hinzu kommt, dass Radsportler sich nach einem Rennen einer ausgiebigen Beinmassage unterziehen und rasierte Beine sich besser massieren lassen. Natürlich spielt für die Sportler auch die Optik eine große Rolle, denn an den rasierten Beinen wirken die antrainierten Muskeln wesentlich besser als an behaarten Beinen.

Mittlerweile hat sich der Trend eines glatten Körpers besonders bei den jüngeren Generationen auf breiter Front durchgesetzt. Dermatologen schätzen, dass sich 50% aller unter 30-jährigen zumindest Achseln, Brust und Lenden rasieren.

Um den glatten Look zu erlangen, kommen die verschiedensten Techniken wie Rasieren, Epilieren, Wachsbehandlungen, Enthaarungscremes und Laserbehandlungen, zum Einsatz. Für Menschen, die unter einer empfindlichen Haut leiden, sind Nassrasierer bestens geeignet. Nach der Rasur empfiehlt sich das Auftragen einer pflegenden Lotion, um der Haut etwas Feuchtigkeit zu gönnen. Auftretender Juckreiz nach einer Intimrasur kann vermieden werden, indem man den empfindlichen Bereich alle zwei bis vier Tage nachrasiert. Längere Haare sollten im Vorfeld mit einer Schere beschnitten werden. Bei einem ausgiebigen Duschbad vor der Rasur weichen die Haare auf und lassen sich schneller entfernen. So werden auch die typischen, kleinen Entzündungen und Pickel vermieden, die häufig nach dem Rasieren auftreten. Auf eine saubere Rasierklinge sollte selbstverständlich immer geachtet werden.

Eine Komplettrasur des Körpers kann jedoch auch zu Komplikationen führen. Die Rasur des Po´s kann besonders bei Menschen zu Problemen führen, die sich viel bewegen. Durch die fehlenden Körperhaare im Lendenbereich und in den Hautfalten des Po´s kann es zu einem vermehrten Scheuern und Wundreiben der Haut kommen, was als sehr unangenehm empfunden wird.

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