Haarentfernung - Fluch und Laster zugleich

Vor vielen Jahren waren die Möglichkeiten hier sehr begrenzt. Heute stehen zahlreiche Verfahren zur Verfügung, um lästige Haare dauerhaft oder zeitweise verschwinden zu lassen. Die Haare können mittels Nassrasur, Wachsstreifen, Enthaarungscremes, Epiliergeräten oder einer Laserbehandlung entfernt werden.
Die Nassrasur wird von vielen Damen als lästig empfunden, da sie nicht dauerhaft ist und nach kürzester Zeit wiederholt werden muss. Viele Frauen trauen sich an die Nassrasur nicht richtig heran, sie fürchten Hautirritationen, Entzündungen oder Juckreiz.
Mit modernen Rasieren lassen sich die Haare an Beinen, in den Achseln und in der Bikinizone jedoch schonend entfernen. Für die Bikinizone sind spezielle Rasierer im Handel erhältlich, die schmaler sind als die herkömmlichen, um so die Verletzungsgefahr zu minimieren.
Um Entzündungen zu vermeiden ist es wichtig, niemals den Rasierer einer anderen Person zu verwenden. Am Besten ist es, wenn man sich unter der Dusche rasiert, da nasses Haar aufquillt und sich besser schneiden lässt. Wer unter empfindlicher Haut leidet, sollte niemals gegen den Strich rasieren, sondern mit dem Haarwuchs. So wird besonders die Bikinizone weniger gereizt. Vor der Rasur sollte immer ein Rasierschaum benutzt werden, da so Verletzungen vermieden werden. Der große Nachteil bei der Nassrasur ist jedoch, dass die nachwachsenden Haare gerade bei langjähriger Anwendung bei jeder Rasur immer dicker werden. Nach wenigen Tagen sind die stoppeligen Haare wieder zu sehen. Nach den ersten Nassrasuren ist es völlig normal, dass die Haut etwas gereizt ist und nach einigen Tagen zu jucken beginnt. Nach mehrmaliger Anwendung verschwinden diese Erscheinungen.
Heißwachs-Behandlungen sollten ungeübte Anwenderinnen besser bei einer Kosmetikerin durchführen lassen, da es zu Hautverletzungen kommen kann, wenn das Wachs zu lange auf der Haut antrocknet. Wer sich trotzdem selber an die Enthaarung traut, sollte Folgendes beachten. Das Wachs wird im Wasserbad oder in der Mikrowelle erhitzt, auf die entsprechenden Hautpartien aufgetragen und anschließend mit einem Vlies-Streifen ruckartig abgerissen. Die Haare bleiben an dem Streifen kleben. Nach der Prozedur ist die Haut sehr empfindlich, deshalb sollte man die Haarentfernung mit Heißwachs besser am Abend durchführen und hinterher keine scheuernde Kleidung mehr tragen. So kann sich die Haut bis zum nächsten Tag erholen. Unmittelbar nach der Entfernung sollte auf parfumierte Körperlotionen verzichtet werden.
Der große Vorteil dieser Prozedur ist, dass man vier bis sechs Wochen Ruhe hat vor der nächsten Entfernung, da die Haare an der Wurzel herausgerissen werden.
Kaltwachsstreifen können gebrauchsfertig im Handel erworben werden. Bei einer Haarlänge von 5-10 mm können sie problemlos angewendet werden. Die Haut sollte sauber und trocken sein, auf die behaarten Hautpartien werden die Streifen aufgedrückt und mit einem Ruck entgegen der Haarwuchsrichtung abgerissen. Ebenso wie bei der Heißwachsbehandlung werden die Haare samt Wurzel entfernt und die Prozedur muss erst nach 4-6 Wochen wiederholt werden. Der einzige Nachteil der Wachsbehandlungen ist, dass sie etwas schmerzhaft sind.
Elektrische Epiliergeräte verfügen über rotierende Walzen, sie greifen selbst kürzeste Härchen und entfernen sie direkt an der Wurzel. Der Vorteil ist der gleiche wie bei der Wachsentfernung, die enthaarten Zonen bleiben lange Zeit schön glatt. Empfindliche Haut in der Achselhöhle oder der Bikinizone können gereizt auf die Prozedur reagieren. Epiliergeräte sollten auf keinen Fall im Intimbereich angewendet werden, da die Verletzungsgefahr an den Hautfalten besonders groß ist. Vor dem Epilieren sollte die Haut absolut trocken und fettfrei sein. Wer sehr schmerzempfindlich ist, kann sich längere Haare einige Tage vor der Epilation abrasieren und dann nur die Stoppeln mit dem Epiliergerät behandeln.
Haarentfernungscremes bieten den Vorteil, dass sie nicht schmerzhaft sind. Sie werden einfach auf die unerwünschten, behaarten Stellen aufgetragen. Da der Wirkstoff Thioglykolsäure enthält, wird auch die Haut angegriffen. Deshalb sollte die Creme nach maximal zehn Minuten mit einem Spatel oder einem Schwamm entfernt werden. Die Haare werden durch den Wirkstoff praktisch aufgelöst und wachsen nicht stoppelig nach.
Nach der Behandlung sollte die Haut gründlich gewaschen werden. Nachteilig bei dieser Methode ist, dass besonders dicke, schwarze Haare nach einmaligem Auftragen nicht vollständig entfernt werden und die Prozedur wiederholt werden muss. Hinzu kommt, dass nicht jeder die chemische Zusammensetzung der Creme verträgt und allergisch reagiert.
Wer eine dauerhafte Haarentfernung erzielen möchte, sollte die Anwendung alle fünf bis zehn Tage wiederholen.
Laserbehandlungen gehören heute zu den sichersten und effektivsten Methoden, lästige Haare dauerhaft zu entfernen. Die Behandlung darf nur unter Aufsicht eines Arztes durchgeführt werden. Vorher wird ein Gel auf die Haut aufgetragen. Die Lasergeräte erzeugen Impulse, die vom Haaransatz aufgenommen werden. Durch die Laserbehandlung werden die Nährstoffzellen der Haarwurzeln verödet, so dass die Wurzel nicht mehr in der Lage ist, neue Haare zu produzieren. Ein bis drei Wochen nach der Behandlung fallen die Haare von alleine aus. Eine dauerhafte Entfernung ist meist nach vier bis sechs Sitzungen zu erreichen, die im Abstand von sechs bis zehn Wochen durchgeführt werden kann. Die zu behandelnde Haut darf drei bis vier Wochen vor und nach der Laser-Therapie nicht der Sonne ausgesetzt werden.
Nach dem Eingriff kann es vereinzelt zu Rötungen und Schwellungen der Haut kommen, die jedoch nach einigen Tagen wieder verschwinden.
Natürlich ist die Lasertherapie die teuerste Art der Haarentfernung und muss vom Patienten selbst bezahlt werden.
Wer sich nicht ständig über plagende Härchen ärgern will, dem bleibt aber wohl keine andere Wahl.












