Permanent Make-up- Risiken und Gefahren

Zugegebenermaßen, das hört sich verlockend an. Alle oben genannten Vorteile bieten ein Permanent Make-up. Dennoch stellt sich die Frage, ob ein Permanent Make-up wirklich das hält, was es verspricht. Und hinzu kommt die Frage nach den Nebenwirkungen und Risiken.
Bei einem Permanent Make-up werden Farbpigmente mittels kleiner Nadeln in die Haut punktiert. Man könnte auch von einer kosmetischen Tätowierung sprechen. Der einzige Unterschied ist, dass bei dem Make-up keine Vorlagen verwendet werden. Hinzu kommt, dass ein Permanent Make-up schneller verblasst, als eine Tätowierung, da das Gesicht dem ständigen Sonnenlicht ausgesetzt ist. Die Farbstoffe zersetzen sich schneller im UV-Licht.
Vor der Behandlung sollte ein ausführliches Vorgespräch bei der Kosmetikerin stattfinden. Bei diesem Gespräch wird abgeklärt, ob der Kunde gesund ist. Bei Krankheiten wie Hepatitis, HIV, Allergien, Diabetes oder der Bluterkrankheit (Hämophilie) sollte auf ein Permanent Make-up verzichtet werden. Auch Patienten, die ein blutverdünnendes Medikament wie Aspirin dauerhaft einnehmen, sollten Abstand vom Make-up nehmen.
Der Kunde sollte sich bei dem Vorgespräch unbedingt danach erkundigen, welche Farben für das Make-up verwendet werden. Wird steriles Werkzeug und Einwegnadeln benutzt?
Was passiert, wenn man mit dem Ergebnis unzufrieden ist? Kann nachgebessert werden? In jedem Fall sollte über die besprochenen Vereinbarungen ein Vertrag abgeschlossen werden.
Die meisten Pigmentierungen werden an den Lippen, Augenbrauen und Augenlidern durchgeführt. Die Kosmetikerin malt zunächst mit einem Kunstmalpinsel die Farbe auf dem Gesicht vor. Erst wenn Kundin und Kosmetikerin mit dem Ergebnis zufrieden sind, wird mit der Pigmentierung begonnen. Hierbei wird die Oberhautschicht mit einer Nadel geöffnet und die bereits vorhandene Farbe wird in die darunter liegende Lederhaut eingebracht. Wer sich für ein Permanent Make-up entscheidet sollte bedenken, dass die Farben etwa 4-5 Jahre halten. Deshalb ist es angebracht, sich für dezente Farben zu entscheiden. Zwei Wochen vor der Behandlung sollte intensives Sonnenlicht gemieden werden. Nach dem Auftragen des Make-up sollte zusätzlich auf einen ausreichenden Sonnenschutz geachtet werden.
Ein Permanent Make-up kann äußerst unerwünschte Nebenwirkungen haben. Sie treten zwar sehr selten auf. Wenn sie aber auftreten, dann in schwerwiegender Form. Schwere allergische Reaktionen auf die angewandte Farbe, sowie Entzündungen sind relativ häufig, da diese durch das Einbringen in die Haut in den Organismus gelangen können.
Die allergischen Reaktionen werden meist durch den Stoff para-Phenylendiamin (PPD) ausgelöst. Dieser Stoff wird oftmals in Henna zum Abdunkeln angewandt und kann schwere Dermatosen auslösen. Menschen, die einmal auf PPD reagiert haben, können eine lebenslängliche allergische Reaktion auf diesen Stoff entwickeln.
Andere Farben enthalten wiederum so genannte Azo-Farbstoffe, die krebserregende Stoffe enthalten. Während kosmetische Mittel, die auf die Haut aufgetragen werden, durch das deutsche Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz geregelt sind, unterliegen Tätowierfarben keiner vergleichbaren gesetzlichen Regelung. Über eine Langzeitwirkung dieser Fremdstoffe ist im menschlichen Körper nichts bekannt und konnte noch nicht hinreichend überprüft werden.
So verlockend die Vorteile eines Permanent Make-up auch sein mögen, vielleicht sollte man doch besser davon Abstand nehmen. Jedenfalls so lange, bis man sicher sein kann, dass unbedenkliche Farben verwendet werden.












ich habe vor 2 Wochen eine Lippenpigmentierung machen lassen. Mein Problem besteht darin, dass ich jetzt eine Narbenbildung auf der Oberlippe und zwar genau da, wo pigmentiert wurde, habe. War bei 3 verschiedenen Hautärtzten jetzt unter anderem auch die Hautklinik und die meinten wahrscheinlich ab unter das Laser wenn es sich nicht zurückentwickelt (was in meinem Fall schlecht aussieht. Diese Risiken waren mir nie mitgeteilt worden, meine Pigmetiererin wußte auch von meinen ALlergien (Nickel, Kobalt). Es ist für mich eine mittelschwere Katastrophe und eine Sache für das Gericht denn die Kosten sind sehr hoch für die ganzen Behandlungen. Das Gesicht ist das erste was jeder sieht und ich bin freiberuflich unterwegs.