Peeling- Regeneration der Haut

Heute werden in der Türkei Ganzkörperbehandlungen mit einem Handschuh aus Ziegenhaar durchgeführt, die einen ähnlichen Effekt erzielen. In Europa hat das Peeling noch keine so lange Geschichte, erst in den 60er Jahren verbreitete sich diese Methode. Bei einem Peeling werden oberflächliche Hautschichten flächig entfernt, bzw. abgeschält.
Mittlerweile existieren verschiedene Arten des Hautpeelings. Bei einem oberflächlichen Peeling wird nur die oberste Hautschicht, die Hornschicht, mechanisch oder chemisch entfernt. In einigen kosmetischen Instituten wird diese Behandlung als Mikrodermabrasion angeboten. Bei einem mitteltiefen Peeling wird die gesamte Hornschicht chemisch entfernt. Bei dieser Behandlung benötigt die Haut etwa eine Woche, um wieder zu verheilen. Bei einem tiefen Peeling wiederum wird die Haut bis auf die Kollagenschicht abgetragen. Bei dieser Behandlung, die in Europa nicht üblich ist, braucht die Haut mehrere Wochen, um zu heilen. Es existieren verschiedene Techniken, die diese Behandlungen ermöglichen.
Durch ein Peeling kann das Hautbild verbessert werden. Oberflächliche Hautfalten, Akne und Aknenarben, ein schlechter Teint, Pigmentflecken und Verhornungsstörungen der Haut, können erfolgreich behandelt werden. Tief eingreifende Peelings werden meist nur im Gesicht, an den Händen und am Dekolleté angewendet. Ein oberflächliches Peeling kann auch als Ganzkörperbehandlungen zur Anwendung kommen.
Bei den Behandlungen wird zwischen verschiedenen Verfahren unterschieden. Am leichtesten sind Peelings aus Naturprodukten, die beim Kosmetiker durchgeführt werden können. Diese natürlichen Produkte können auch in jedem guten Reformhaus erworben werden, um sie zu Hause selber zuzubereiten. Hierbei werden die Inhaltsstoffe, meist mit Wasser oder Öl vermengt, auf dem Gesicht aufgetragen und können nach kurzer Zeit wieder abgerieben werden. Durch die körnige Zusammensetzung werden die oberflächlichen Hautpartikel beim Abreiben der Gesichtsmaske entfernt. Solche Packungen eignen sich insbesondere, um eine klare, frische Gesichtshaut zu erzielen. Falten, Narben oder Pigmentflecken verschwinden auf diese Weise natürlich nicht. Der Vorteil an einem natürlichen Peeling ist, dass die Haut nicht durch aggressive Chemikalien angegriffen wird. Außerdem entstehen keine Schäden an tiefer liegenden Hautschichten.
Für Damen, die einen tiefer greifenden Effekt erzielen möchten, kommt eine so genannte Mikrodermabrasion in Frage. Diese Behandlung wird beim Hautarzt oder bei einem erfahrenen Kosmetiker durchgeführt. Winzigste Mikrokristalle aus Aluminiumoxid oder Quartzsand werden mit Hilfe eines Vakuum- und Druckluftsystems gleichmäßig über die Haut geführt. Durch den Druck der Mikrokristalle wird Schicht für Schicht die obere Hautschicht abgetragen. Durch einen speziellen Luftdruck werden die Kristalle samt der abgetragenen Hautpartikel entfernt. Der Patient braucht bei dieser Behandlung nicht betäubt zu werden, außerdem soll diese Art von Peeling absolut schmerzfrei sein. Allergien treten nicht auf, da keine Chemikalien in die Haut gelangen. Die Mikrodermabrasion regt die Neubildung von Hautzellen an. Bei mehrfacher Anwendung wird die Hautstruktur verbessert und das Aussehen erscheint frischer. Knitterfältchen verschwinden und die Hautporen verkleinern sich. Dadurch wirkt der Teint frischer.
Bei der Dermabrasion werden mittels eines Schleifgerätes oder eines Sandstrahlgerätes die oberen Hautschichten mitsamt Narben abgetragen. Bei dieser Behandlung muss die zu behandelnde Haut oberflächlich betäubt werden. Bei dieser tiefen Hautabschleifung können Hautfalten, verhornte Hautstellen, Muttermale, Narben und sogar ungeliebte Tätowierungen verschwinden. Bei der Dermabrasion kann es jedoch auch zu Nebenwirkungen kommen. Wird zu viel Haut abgeschliffen, können Wundheilungsstörungen auftreten, die zu einer bleibenden Narbenbildung führen können.
Zudem ist bis heute nicht klar, ob durch das tiefe Abschleifen der Haut, als Spätfolge Hautkrebserkrankungen auftreten können.
Eine weitere Möglichkeit ist das Chemische Peeling, das auch als Chemochirurgie bezeichnet wird. Bei dieser Technik werden hautreizende Substanzen auf die Haut aufgetragen, die die obersten Hautschichten verätzen. So kommt es zu einer Ablösung der oberen und tiefer gelegenen Hautschichten. Durch dieses Verfahren verschwinden Hautunreinheiten, Hautfältchen, Akne, Mitesser sowie vergrößerte Hautporen.
Behandlungen, die nur die oberflächliche Hautschichten betreffen sollen, werden mit Fruchtsäuren durchgeführt. Die Haut erholt sich nach diesem Peeling sehr schnell von dem Eingriff. Ein Fruchtsäurepeeling wird angewandt bei trockener Haut, feinen Fältchen, ungleichmäßigen Hautpigmenten und leichter Akne. Um ein erfolgreiches Ergebnis zu erzielen sind mehrere Behandlungen nötig. Bis auf eine leicht gerötete Haut direkt nach dem Eingriff, ist mit keinen weiteren Nebenwirkungen zu rechnen.
Ein Peeling mit Trichloressigsäure (TCA) bewirkt ein oberflächliches bis mitteltiefes Abschälen der Haut. Feine Hautfalten und Altersflecken werden beseitigt. Da diese Methode wesentlich aggressiver ist, als das Fruchtsäurepeeling, braucht die Haut ein bis zwei Wochen, um sich zu erholen. Auch hier sind mehrfache Sitzungen nötig, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Bei Menschen mit einem dunklen Hauttyp ist diese Behandlung nicht geeignet. Als mögliche Nebenwirkung kommen starke Schwellungen, Narbenbildungen, Hautinfektionen, Rötungen, sowie Aufhellungen an dunkler Haut, in Betracht. Zudem ist nicht ausreichend erforscht, ob sich nach einem TCA-Peeling, das Risiko an Hautkrebs zu erkranken, erhöht.
Ein Peeling mit Phenol wird auch als Exoderm oder Exopeel bezeichnet. Diese Methode bewirkt ein tiefes Abschälen der Haut. Eine gezielte Wunde wird der Haut zugefügt, um die Kollagenbildung anzuregen. Durch die Behandlung können tiefe Falten, Narben, vergrößerte Poren und sogar Hautkrebsstufen von Basaliomen beseitigt werden.
Erst zwei bis drei Wochen nach dem Eingriff ist der Heilungsprozess abgeschlossen. Bei einem Phenol-Peeling kann es zu zahlreichen Nebenwirkungen kommen. Hier kommen Schäden an Herz, Leber und Nieren in Betracht. Der Wirkstoff selbst ist krebserregend. Infektionen durch Viren oder Bakterien können zu schweren Narbenbildungen führen. Außerdem kann es zu erheblichen Schwellungen im Gesicht kommen. Nach der Behandlung muss für zwei bis drei Monate eine spezielle Bleichcreme aufgetragen werden, um eine Dunkelfärbung der Haut zu verhindern. Bei dieser Peeling-Art erhöht sich das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, drastisch.
Zusammenfassend muss man feststellen, dass einzig und allein das Peeling aus Naturprodukten nahezu frei von Nebenwirkungen ist. Hier kann es im Höchstfall zu einer allergischen Reaktion auf einen der Inhaltsstoffe kommen, wovon die Haut jedoch keinen bleibenden Schaden zurück behält. Da sich alle anderen Methoden erst innerhalb der letzten Jahre durchgesetzt haben, sind aussagekräftige Untersuchungen bezüglich der Spätfolgen, zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich.












