Selbstbräuner- Sonnenbräune aus der Tube

Bereits im Jahre 1920 entwickelte sich die Ganzkörperbräune zum Trend, als ein französisches Fotomodell frisch gebräunt nach einem Riviera-Urlaub über den Laufsteg stolzierte. Dieser Trend hat seither angehalten. Besonders hellhäutige Menschen werden dazu verleitet, sich übermäßiger Sonneneinstrahlung auszusetzen, was fatale Folgen haben kann. Diese sind bekannt: Hautkrebs, vorzeitige Hautalterung und Augenschäden. Auch Solarienbesuche sind nicht jedermanns Sache.
Wunderschöne Bräune, ohne lange in der Sonne zu brutzeln, das versprechen die Hersteller zahlreicher Selbstbräunungsmittel. Diese werden als Cremes oder Sprays angeboten. Die Frage ist bloß, ob diese diversen Mittel auch das halten, was sie versprechen. Wenn Sie planen, einen Selbstbräuner auszuprobieren, sollten Sie sich vorher, über die im Handel zu erwerbenden Cremes, informieren. Umfangreiche Testergebnisse stehen zur Verfügung. Leider hat es schon zahlreiche unzufriedene Kunden gegeben. Da kann sich am nächsten Tag der Blick in den Spiegel als Horrortrip erweisen. Wenn Ihnen plötzlich ein geschecktes Winnetou-Gesicht entgegen blickt, haben Sie eindeutig eine Creme von schlechter Qualität erwischt. In welcher Intensität die Bräune aus der Tube ausfällt, hängt vom Hauttyp des Anwenders ab. Hinzu kommt, dass in den meisten Bräunungsmitteln der Wirkstoff Dihydroxyaceton (DHA) enthalten ist. DHA ist ein farbloses Kohlenhydrat pflanzlichen Ursprungs, das auf Eiweißstoffe der obersten Hautschicht reagiert und die Haut gelblich-braun färbt. Leider weisen die meisten Hersteller diverser Cremes nicht darauf hin, dass bei 10-15% der gesamtdeutschen Bevölkerung der Wirkstoff DHA nicht wirkt. So kommen dann die unterschiedlichsten Resultate zustande. Glücklicherweise wird der muffige Eigengeruch des DHA durch eine intensive Parfümierung überdeckt. Sollte die Bräunungscreme stark stechend aus der Tube riechen, gehört sie eindeutig in den Müll. Vermutlich ist sie zu alt geworden. Nach Anbruch einer Tube empfehlen die Hersteller, die Creme innerhalb der nächsten sechs Monate zu verbrauchen.
Im Normalfall muss sich der Anwender bis zu acht Stunden gedulden, bis er das endgültige Ergebnis seiner Selbstbräunung begutachten kann. Nach drei bis vier Tagen sollte der Vorgang dann wiederholt werden. Die Bräune lässt jetzt wieder nach, da die obersten Hautschichten ständig als Hautschuppen abgestoßen werden. Selbstbräuner können ohne Bedenken täglich angewendet werden, bis der gewünschte Farbton erreicht ist. Danach reicht eine Auffrischung alle drei bis vier Tage. In puncto Hautverträglichkeit gibt es bei den angebotenen Cremes nichts auszusetzen. Dies bestätigen auch die Hautärzte.
Die 80% der Anwender, die zu den Glücklichen gehören, bei denen die Creme zufriedenstellend funktioniert hat, sollten Folgendes dringend beachten. Durch die Bräune ist man dazu geneigt zu denken, man könne jetzt keinen Sonnenbrand mehr bekommen. Aber dem ist nicht so! Da die Bräune nur künstlich hervorgerufen wurde, muss trotzdem vor dem Sonnenbad ein Sonnenschutzmittel aufgetragen werden.
Um Verfärbungen an etwas dickerer Haut, wie zum Beispiel am Ellenbogen und den Fersen zu vermeiden, sollte vorsichtshalber vor dem Auftragen der Bräunungscreme eine Bodylotion auf diese Bereich aufgetragen werden. Wenn dies nicht hilft, können Sie die dunklen Hautstellen anschließend mit einem Peeling bearbeiten.
Um Verfärbungen der Augenbrauen und dem Haaransatz zu vermeiden, sollten Sie diese Regionen nach dem Auftragen der Creme mit einem feuchten Tuch abwischen.
Und zu guter Letzt sollten Sie darauf achten, dass Sie nach dem Selbstbräunen dunkle Kleider tragen, denn die künstliche Sommerbräune färbt vorübergehend ab.
Die Bräunungssprays, die im Handel zu erwerben sind, basieren auf dem selben Prinzip wie die Cremes. Hier muss sehr auf ein gleichmäßiges Aufsprühen auf die Haut geachtet werden. Etwas problematisch ist hierbei, dass das Spray nicht eingeatmet werden sollte.
Meist hat man keinen passenden Raum zur Verfügung, in dem man „wild“ um sich sprühen kann. Die meisten Testergebnisse der Hersteller können sich allerdings sehen lassen. Welche Variante praktischer ist, sollte allerdings von den Anwendern selbst herausgefunden werden. So kann der Sommer kommen, ohne vornehme Blässe!












