Fasten
In jüngster Zeit besinnt man sich immer mehr auf althergebrachte Heil- und Wellnessmethoden. Zu diesen gehört auch das Fasten. Ursprünglich stammt das Fasten aus dem religiösen Bereich. Schon im Judentum gab es Fastenvorschriften, die in erster Linie der rituellen Reinigung dienten. Im Christentum hat das Fasten mehr einen Gedächtnischarakter.Man fastete die vierzig Tage vor dem Osterfest. Das Fasten sollte an die vierzigjährige Wanderung des Volkes Israel in der Wüste erinnern, aber auch an die vierzigtägige Versuchung des Herrn Jesus Christus.
Fasten in der modernen Zeit
In Zeiten von Stress und Hektik haben wir häufig keine Zeit, über gesunde Ernährung nachzudenken, schnell mal ein kleiner Burger zwischendurch und eine Cola nebenher. Wer kennt dieses Problem nicht? Darüber hinaus aber, gehen wir, wo wir nur können, körperlicher Bewegung aus dem Weg. Die Folgen kennen wir: Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, Diabetes mellitus, Übergewicht. Durch die chronische Überlastung leidet unser Körper. Eine altbewährte Fastenkur kann da schon ein kleines Wunder bewirken. Fasten dient der Entschlackung, Entgiftung und Regeneration des Körpers. Während des Heilfastens werden Giftstoffe und Schlackestoffe aus dem Körper ausgeschieden. Eine unbeaufsichtigte Fastenkur sollte nicht länger als höchstens zehn Tage dauern.
Es gibt viele verschiedene Arten von Fastenkuren. Da gibt es beispielsweise das Buchinger-Heilfasten, das Saft-Fasten, das Tee-Fasten oder auch das Molke-Fasten. Jeder, der gerne eine Fastenkur machen möchte, sollte sich ausführlich darüber informieren, denn man kann vieles falsch machen oder sich die Fastenkur unnötig schwer machen.
Ganz wichtig ist jedoch, dem Körper während der Kur genügend Flüssigkeit zuzuführen, mindestens drei Liter werden empfohlen. Wird dem Körper keine Nahrung mehr zugeführt, schaltet sich der Körper auf „Sparflamme“ um, es wird so wenig wie möglich Energie wie möglich verbraucht.
Trotzdem ist der Körper bei guter Leistungsfähigkeit. Wer sich entschlossen hat, alleine zu Hause eine Fastenkur durchzuführen, sollte sich vorab einige Gedanken zur Durchführung machen, damit es auch wirklich eine angenehme, wohltuende Zeit wird. Eine Fastenkur sollte möglichst in einer stressfreien und ruhigen Zeit durchgeführt werden. Eine Wärmflasche sorgt beim Fasten für wohlige Temperaturen, wenn man zum Frösteln neigt. Trockenbürstenmassagen regen den Kreislauf angenehm an.
Am Entlastungstag, dem Tag vor dem ersten Fastentag, sollte ausreichend Gemüse vorhanden sein, damit man sich eine leckere Gemüsebrühe kochen kann. Natürlich kann man auch auf einen frischen Salat zurückgreifen. Auch sollte man sein Sortiment an Kräutertees überprüfen. Zur Vorbereitung einer Fastenkur benötigt man eine Darmspülung (Irrigator) oder ein Klistier, das man in der Apotheke erwerben kann. Zusätzlich ist es ratsam, Glaubersalz oder Bittersalz in der Apotheke zu kaufen. Die Darmspülung mit dem Irrigator kann täglich durchgeführt werden, dadurch werden Reste aus dem Darm ausgespült.
Fastenkuren wirken sich positiv aus auf das Immunsystem, helfen bei Migräne, Rheuma, Frauenleiden, Krampfadern, chronischer Verstopfung, Gelenkbeschwerden, Asthma und psychovegetativer Erschöpfung.











