Massage am Arbeitsplatz

Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 14 Millionen Menschen in Deutschland am Bildschirm oder im Büro arbeiten. Man sitzt zu lange in der gleichen Körperhaltung. Doch nicht nur das Büro sorgt für Unannehmlichkeiten, sondern auch in der Industrie gibt es viele Arbeitsplätze, an denen permanent dieselben Bewegungen ausgeführt werden und zu Über- und Unterbelastungen bestimmter Körperregionen führen. Häufige Folgen dieser ungesunden Arbeitshaltungen sind beispielsweise Verspannungen im Hals- und Nacken-Bereich.
Die Folgen sind unmotivierte Mitarbeiter, sinkende Arbeitsleistungen und im schlimmsten Falle hohe Krankenstände.
Abhilfe schaffen da mobile Massageteams. Sie kommen in die jeweiligen Firmen und massieren die Angestellten vor Ort. Auf speziellen Stühlen nimmt der zu Behandelnde in einer halb sitzenden, leicht nach vorn geneigten Position Platz. Arme und Kopf ruhen auf bequemen Stützen. Die Massage selbst ist relativ unkompliziert. Da kein Öl verwendet wird, kann der zu Massierende seine Kleidung anbehalten. Gearbeitet wird mit sanften Druck und Griffen, die von speziellen asiatischen Massagen abgeleitet sind. Verspannungen werden so im Handumdrehen sanft gelöst, und die Behandelten tanken während der Behandlung neue Kraft. Zusätzlich werden den Mitarbeitern Übungen gezeigt, die diese immer wieder zwischendurch anwenden können. So werden die Mitarbeiter motiviert, die Pausen wenigstens zum Teil aktiv zu nutzen. Wichtig ist natürlich, dass die Massagen von ausgebildeten Personal durchgeführt werden.
Die postiven Folgen für die Arbeitsproduktivität sind messbar und lassen sich, wenn man die Kosten für Arbeitsausfall durch Krankschreibungen bedenkt, durchaus in barer Münze ausdrücken.
Herübergeschwappt ist dieser Trend aus den USA. Dort holen sich insbesondere Firmen mit vielen Computerarbeitsplätzen diese Spezialisten ins Haus. Größere Firmen beschäftigen zum Teil eigene Masseure, deren Dienste die Belegschaft kostenlos in Anspruch nehmen darf.












