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Spinning - Die perfekte Indoor-Alternative

Alle Jahre wieder beschert uns Frau Holle weiße Landschaften und mehr oder weniger eisige Temperaturen. Bei diesen Bedingungen und auch in den Übergangszeiten fällt es vielen doppelt schwer, sich zu einer Lauf- oder Radeinheit zu motivieren.

Wie also soll man sich in der ungemütlichen Jahreszeit fit halten? Für alle, die nicht im warmen Süden Urlaub machen, ist Spinning - vielfach auch als Indoor-Cycling bekannt - die optimale Alternative.

Ein tolles Gruppentraining - nicht nur für Biker

Spinning-Einheiten dauern in der Regel 50 bis 60 Minuten und werden in Fitness- Studios oder Sportinstituten angeboten. Sie bescheren den Teilnehmern nicht nur eine Menge Spaß, sondern sorgen neben einer Verbesserung der Grundlagenausdauer auch für knackige Bein- und Gesäßmuskeln. Nach einem kurzen Warm-Up geht es bergauf, bergab oder im Sprint durchs Tal, wobei die vorbereitete Hintergrundmusik “Trumpf“ ist, da sie zusätzlich motiviert. Jeder Teilnehmer kann die Intensität selbst einstellen - der Coach oder Instruktor bestimmt lediglich das Stundenprofil. Im Gegensatz zu vielen Sportarten können Anfänger sofort mithalten, welcher Umstand sich sehr positiv auf die Gruppendynamik auswirkt. Das Flachfahren im Sitzen dient der Stabilisierung des Pulses, die virtuellen Steigungen sind hingegen für einen optimalen Fettabbau mitverantwortlich: Während einer einzigen Einheit verbrennt man bis zu 550 Kalorien!

Equipment, Einstellungen und Technik

Einfach draufsetzen und losfahren? Das wäre dann doch zu leicht, denn beim Indoor-Cycling kommt es auf die optimale Sitzposition an. Wählen Sie Lenkerhöhe und Abstand zum Sattel so, dass der Oberkörper ca. 45 bis 60 Grad vorgebeugt ist, und stellen Sie außerdem die Neigung und Höhe des Sattels ein (ca. oberer Beckenrand). Bei Unsicherheit lassen Sie sich am besten von Ihrem Instruktor ausführlich beraten.

Wer ordentlich mithalten will, braucht keine teure Ausrüstung. Mit einer gepolsterten Fahrradhose und hart besohlten Turnschuhen ist man schon dabei. Echte Bike-Fans verwenden Radschuhe mit Klicksystem. Zur Kontrolle der Trainingsintensität empfiehlt sich ein Pulsmesser, den man in den meisten Instituten ausleihen kann. Handtuch und Trinkflasche gehören unbedingt in jede Spinning-Einheit.

Wenn Sie der Meinung sind, man benötigt für den runden Tritt riesige Muskelberge, liegen Sie falsch. Durch abwechselndes, gleichmäßiges Drücken und Ziehen erzielen Anfänger bereits nach kurzer Zeit eine runde Bewegung. Neben dem Flachfahren und Steigungen sorgen Sprints als Überholmanöver oder Joggen und Rennen für weitere Abwechslung und ein perfektes Herz-Kreislauf-Training.

Zu guter Letzt einige wichtige Tipps von Radprofi Andreas Klöden, Zweiter der Tour de France 2004:

  • Die Knie nicht ausscheren lassen, so trainieren Sie beide Beine effektiv.
  • Gehen Sie bei steilen Indoor-Steigungen aus dem Sattel.
  • Unterstützen Sie bei Bergfahrten im Stehen Ihre Trittbewegung durch leichtes seitliches Schwanken des Oberkörpers.
  • Absolutes Muss beim Spinning: Ausreichend trinken!

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