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Aqua-Fitness - Fettkiller und Masseur zugleich

Wenn sich der Frühling zu Ende neigt und die Temperaturen unaufhaltsam nach oben klettern, herrscht in vielen Gärten Hochbetrieb. Die zahlreichen privaten Swimming Pools müssen wieder auf Vordermann gebracht werden, um sich rechtzeitig zu Sommerbeginn im kühlen Nass erholen zu können.

Doch wer glaubt, ein Pool sei nur zum Faulenzen da, liegt definitiv falsch. „Aqua-Fitness“ heißt das Zaubermittel, denn jedes Workout im Wasser bringt Ihnen zahlreiche Vorteile: Sie verbrauchen viele Kalorien, kräftigen die gesamte Muskulatur und schonen dabei Ihre Gelenke.

Training einmal anders

Im Gegensatz zum Training an Land erfolgen Bewegungen im Wasser aufgrund der hohen Dichte wesentlich langsamer - dadurch kann eine mögliche Verletzungsgefahr nahezu ausgeschlossen werden. Somit ist das nasse Element ideal für jedes Figurtraining. Während Anfänger nach einem regulären Fitness-Programm an Land oft mit Muskelkater zu kämpfen haben, kommt es bei Aqua-Sport zu keinen Schmerzen. Grund: Es gibt kaum negative Muskelkontraktionen (auch exzentrische Arbeit genannt). Stattdessen birgt das etwas andere Training viele positive Effekte, wie z.B. den sehr hohen Kalorienverbrauch. Dafür verantwortlich ist die hohe Wärmeleitfähigkeit des Wassers. Ihr Körper gibt ungefähr drei- bis viermal mehr Wärme ab als an die Luft. Die optimale Pooltemperatur liegt zwischen 28 und 31 Grad Celsius.

Fettkiller und Masseur

Um Ihren Körper vor Wärmeverlust zu schützen, muss der Stoffwechsel dagegen arbeiten. Als angenehmer Nebeneffekt steigt der Energieverbrauch. In einer halben Stunde Aqua-Fitness verbrennen Sie bis zu 400 Kalorien! Gleichzeitig wird die Haut durch den Wasserdruck permanent massiert, was wiederum die Gewebedurchblutung fördert. Das Lymphsystem transportiert Gewebeflüssigkeit schneller ab und der Rückfluss des Bluts in den Venen wird verbessert. Somit profitiert auch das Gefäßsystem - die beste Prävention gegen Krampfadern.

Richtige Technik und Hilfsmittel

Die Voraussetzung für ein erfolgreiches Training ist eine stabile Grundposition. Öffnen Sie die Beine hüftbreit und beugen Sie leicht die Knie. Bringen Sie nun Grundspannung in Ihren Körper, indem Sie die Bauchmuskeln anspannen und die Schultern nach hinten unten ziehen. Sofern die Übung nicht anders ausgelegt ist, wird der Oberkörper aufrecht und gerade gehalten. Sie können entweder barfuß trainieren oder Neoprenschuhe mit einer rutschfesten Sohle verwenden.

Je mehr Sie sich im Wasser anstrengen, desto stärker werden Sie den Widerstand spüren. Ein Beispiel: Sie ziehen den Arm langsam durchs Wasser, er gleitet vorerst nur dahin. Dann setzen Sie mehr Kraft ein, erhöhen das Tempo und das Wasser reagiert mit stärkerem Widerstand - es bremst Sie also stärker ab. Ist der Wasserwiderstand allein zu gering, können Sie ihn künstlich erhöhen. Hierfür eignen sich unter anderem Aqua-Disks, Paddles, Power-Sticks oder Aqua-Twins. Diese Hilfsmittel verwendet man sowohl zur Stärkung der gesamten Muskulatur, als auch zum entspannten Strampeln und Dehnen am Ende des Workouts.

Aqua-Sport eignet sich praktisch für jede Ziel- und Altersgruppe, egal ob Einsteiger oder Profisportler - ideal sind zweimal 30 Minuten pro Woche. Denn trotz Anstrengung kann der Körper im Wasser die Wärme nicht speichern, muss also permanent bewegt werden, und genau das lässt ermüden. Experten empfehlen ein Zirkeltraining mit minimalen Pausen von etwa 30 Sekunden. Absolvieren Sie jede Übung 60 Sekunden lang, dann ist eine optimale Balance zwischen Wärmeproduktion im Körper bzw. Wärmeverlust im Wasser gewährleistet.

Mit regelmäßigem Training fühlen Sie sich fit wie ein Fisch im Wasser und schonen dabei Ihre Gelenke. Viel Spaß!

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